Die Geschichte der Volksbank Siegerland eG

Lernen Sie Ihre Bank von der geschichtlichen Seite kennen.

Der Ursprung

Gegründet wurde die Volksbank Siegerland eG am 14. Dezember 1896 als Vorschuss-Verein zu Siegen eGmbH.

Umfirmierungen der Bank

1914 Vereinsbank Siegen eGmbH
1942 Volksbank Siegen eGmbH
1993 Volksbank Siegen-Netphen eG
1999 Volksbank im Siegerland eG
2005 Volksbank Siegerland eG

Fusionen

1972 In 1972 fand die Fusion der Volksbank Siegen eGmbH mit der Spar- und Darlehnskasse Weidenau, gegr. 1887 als Weidenauer SDKV, später Weidenauer Genossenschaftskasse, Spar- und Darlehnskasse Weidenau statt. Die Spar- und Darlehnskasse Weidenau hatte sich bereits 1967 mit der Spar- und Darlehnskasse Oberschelden, gegr. 1901, zusammengeschlossen.
1974 In diesem Jahr folgte der Zusammenschluss mit der Raiffeisenkasse Mudersbach, die 1901 gegründet wurde.
1977 Fusion mit der Spar- und Darlehnskasse Kreuztal. Diese wurde 1908 als Creuzthaler Spar- und Darlehnskassenverein gegründet.
1993 1993 fand der Zusammenschluss mit der Volksbank Netphen eG statt, die 1884 ihre Gründung erfuhr. Diese fusionierte bereits 1970 mit der Spar- und Darlehnskasse Irmgarteichen zu Werthenbach und 1963 mit der Spar- und Darlehnskasse Niederdielfen. Die SPDK Niederdielfen wurde in 1885 als Wilnsdorfer Spar- und Darlehnskassenverein gegründet, bevor sie 1947 die bis dato aktuelle Firmierung trug.
1999 Ein Jahr vor der Jahrtausendwende ergab sich aus der Fusion mit der Volksbank Hilchenbach eG die Volksbank im Siegerland eG. Die Volksbank Hilchenbach eG wurde 1899 gegründet.
2005 Fusion mit der Volksbank Süd-Siegerland eG, die ihren Sitz in Neunkirchen hatte. Diese wurde 1902 als Spar- und Kreditverein eGmbH gegründet. Ab 1942 wurde das Unternehmen in Volksbank des Freien Grundes eGmbH umbenannt. Den Namen Volksbank Süd-Siegerland eG trug das Unternehmen ab 1971. Das Institut verschmolz 1965 mit der Spar- und Darlehnskasse Salchendorf, die 1903 als Salchendorfer Spar- und  Darlehnskassenverein gegründet wurde. In 1991 verschmolz die damalige Volksbank Süd-Siegerland eG mit der Volksbank Holzhausen eG, die in 1877 gegründet wurde. Diese Bank hatte von 1915 bis 1920 den Namen Vorschuss-Verein Holzhausen.
2008 Fusion mit der Volksbank Littfeld eG, die 1877 als Littfelder Spar- und Darlehnskassenverein gegründet wurde. Später hieß sie Spar- und Darlehnskasse Littfeld.

Die Geschichte der einzelnen Genossenschaften

Vorschuss-Verein Siegen eGmbH

Von der Vorschuss-Verein Siegen eGmbH zur Volksbank Siegerland eG

Der Vorschuss-Verein Siegen eGmbH wurde am 14. Dezember 1896 mit dem Ziel der „Hebung von Handel, Gewerbe und Handwerk“ gegründet. Seinen Geschäftsbetrieb, der sich zunächst auf die Ortschaften Siegen, Weidenau und Eiserfeld beschränkte, nahm der Vorschuss-Verein nach einer ersten Generalversammlung Anfang Januar 1897, auf der die Grundsätze des Bankverkehrs festgelegt wurden, am 1. Februar 1897 auf. Ende des Jahres zählte der Verein 238 Mitglieder. Der Umfang der Bankgeschäfte und der Tätigkeitsbereich der Bank wuchsen in den folgenden Jahren stark an, nicht zuletzt, weil der Geschäftsbezirk 1897 und 1899 bereits um benachbarte Ämter erweitert wurde. 1909 zog der Vorschuss-Verein in das gekaufte und umgebaute Gebäude an der Sandstraße 56.

Da der alte Name 1914 nicht mehr zeitgemäß erschien, erfolgte in diesem Jahr die Umbenennung in Vereinsbank Siegen. Zugleich wechselte man erneut das Domizil; zum 1. Juni des Jahres fand der Umzug in das modernere und größere Gebäude an der Sandstraße 36 statt. Mittlerweile waren 10 Angestellte bei der Bank beschäftigt, sie zählte mehr als 1000 Mitglieder. Während des Ersten Weltkrieges wurden zahlreiche Spargelder in Kriegsanleihen investiert, was aber nach Ende des Krieges 1918 zu hohen Verlusten führte. Zwar wurden zu Beginn der 1920er Jahre die Geschäftsanteile angehoben und damit die zur Verfügung stehende Geldmenge vergrößert, doch geriet die Vereinsbank mehrfach in das Visier der Großbanken. Eine Fusion konnte aber nicht zuletzt aufgrund der günstigen Mitgliederentwicklung abgewendet werden. Allein 1921 traten 262 neue Mitglieder der Bank bei; die Zahl der Mitglieder stieg somit auf 1882.

Bis zum Zweiten Weltkrieg entwickelten sich die Geldgeschäfte der Volksbank Siegen eGmbH, wie sie seit 1942 firmierte, günstig. Sie kamen erst nach Kriegsende faktisch zum Erliegen. Die Währungsreform ermöglichte zwar einen neuen Anfang, doch die Bankwerte waren durch die Umstellungsrechnung in etwa auf den Stand von 1906 zurückgegangen. Der erneute Geschäftsaufbau musste mit 47.000 DM vonstatten gehen. Zudem war das Hauptgebäude der Bank stark zerbombt; erst 1951 war es wieder vollständig saniert. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der Bundesrepublik wuchs auch die Nachfrage nach langfristigen Krediten; auch das Einlagengeschäft entwickelte sich in den kommenden Jahrzehnten günstig. Im Jahre 1969 wurde die Grundstücksgesellschaft der Volksbank Siegen eG zur Vorbereitung der Errichtung eines neuen Bankgebäudes in Siegen, „Kochs Ecke“, gegründet.
In den 1970er Jahren erfolgte eine Reihe von Fusionen. 1972 übernahm die Volksbank Siegen die Spar- und Darlehnskasse Weidenau. Zwei Jahre später, 1974, erfolgte die Fusion mit der 1907 gegründeten Raiffeisenbank Mudersbach, drei Jahre später, 1977, wurde die Spar- und Darlehnskasse Kreuztal übernommen.
1974 erfolgten der Neubau des Geschäftsgebäudes Berliner Straße 39 und der Umzug von der bisherigen Geschäftsstelle in der Sandstraße in die Berliner Straße. Weitere größere Baumaßnahmen fanden in den 1990er Jahren statt: Am 15. August 1995 erwarb die Bank das Grundstück und die Villa am Kirchweg 10. Dieses Gebäude wurde anschließend restauriert und umgebaut, und am 20. Juni 1997 konnte es als Beratungszentrum mit den Geschäftsbereichen Vermögen, Immobilien und Versicherung eingeweiht werden.

Die 1990er Jahre standen im Zeichen weiterer Fusionen. 1993 verschmolz die Volksbank Siegen mit der Volksbank Netphen zur „Volksbank Siegen-Netphen eG“, Siegen. 2000, nach der Fusion mit der Volksbank Hilchenbach, erfolgte eine erneute Umbenennung. Die Bank erhielt nun den Namen „Volksbank im Siegerland eG“. Zu dieser Zeit beschäftigte man sich auch mit Aspekten, die auf dem ersten Blick nicht ausgesprochen bankbezogen erscheinen. So legte die Volksbank Siegen-Netphen eG 1996 einen ersten Umweltbericht vor, der sich sowohl mit betriebsökologischen Aspekten befasste als auch Umweltschutzaspekte stärker bei der Geschäftspolitik berücksichtigen wollte. Ein zweiter Bericht folgte im Jahr 2000, ein dritter im Jahre 2005 als Nachhaltigkeitsbericht.

2005 erfolgte die Verschmelzung mit der Volksbank Süd-Siegerland, Neunkirchen, zur Volksbank Siegerland eG. Ende 2005 zählte die Volksbank Siegerland insgesamt weit über 30.000 Mitglieder. Von acht in Siegen tätigen Geldinstituten nahm die Volksbank bei einer 2005 durchgeführten Kundenstudie in den Bereichen Freundlichkeit, Beratungsqualität und Preis-/Leistungsverhältnis den ersten Platz ein.

2008 schließlich wurde der Fusionsprozess nach der Verschmelzung mit der Volksbank Littfeld abgeschlossen. Dabei brachte die Volksbank Littfeld 2127 Mitglieder mit 4822 Anteilen ein. Somit waren 32335 Mitglieder mit 84743 Geschäftsanteilen an der Volksbank Siegerland beteiligt.

Weidenauer Spar- und Darlehnskassenverein

Weidenauer Spar- und Darlehnskassenverein (1887-1972)

Die Spar- und Darlehnskasse Weidenau war aus dem am 17. November 1887 gegründeten Weidenauer Spar- und Darlehnskassenverein hervorgegangen, der den Einwohnern der Gemeinde Weidenau und der Ortschaft Boschgotthardshütten günstige Kredite und Sparmöglichkeiten bot. Die zunächst günstige Geschäftsentwicklung wurde in den 1920er Jahren durch die Inflation beendet. 1924 übertrug die Weidenauer Genossenschaftskasse ihre Geschäfte an die Ländliche Centralkasse in Münster und nahm fünf Jahre später nach Stabilisierung der Gesamtverhältnisse ihre Geschicke wieder selbst in die Hand.
Die Weidenauer Niederlassung der Zentralbank der westfälischen ländlichen Genossenschaften wurde zur Unterstützung aller Siegerländer Kreditgenossenschaften gegründet. So sollten die Nachwirkungen der Inflation und des neuerlichen wirtschaftlichen Umbruchs bewältigt werden.
Die Umwandlung des Namens in „Spar- und Darlehnskasse Weidenau eGmuH“ erfolgte 1947. Zur Spar- und Darlehnskasse Weidenau gehörte seit 1967 die 1901 gegründete Spar- und Darlehnskasse Oberschelden. Sie war am 18. Januar 1901 gegründet worden und zählte 1954 190 Mitglieder. Die Bilanzsumme stand in diesem Jahr bei rund 200000 DM. 1967 erfolgte die Übernahme durch die Spar- und Darlehnskasse Weidenau.

Raiffeisenbank Mudersbach eG

Raiffeisenbank Mudersbach eG (1907-1974)

Die Gründung der Kasse erfolgte am 1. Dezember 1907. 1974 wurde die Kasse von der Volksbank Siegen eG übernommen.

Creuzthaler Spar- und Darlehnskassenverein eGmuH

Creuzthaler Spar- und Darlehnskassenverein eGmuH (1908-1977)

Der Creuzthaler Spar- und Darlehnskassenverein wurde am 19. Januar 1908 gegründet. Gegenstand des Unternehmens waren der Betrieb eines Spar- und Darlehnskassengeschäftes zum Zwecke der Erleichterung der Geldanlage und Förderung des Sparsinns und die Gewährung von Darlehen an die Genossen für ihren Wirtschaftsbetrieb. Der Spar- und Darlehnskassenverein wurde Mitglied beim Verband ländlicher Genossenschaften, Münster, und bei der Ländlichen Centralkasse mit Sitz in Münster. Ende 1912 zählte die Kreditgenossenschaft 91 Mitglieder.
1928 wurde ein eigenes Bankgebäude in der Bismarckstraße 35 bezogen. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Spar- und Darlehnskasse Kreuztal erstmals 1954 die Bilanzsumme von einer Millionen DM überschreiten. Mit 304 Mitgliedern gehörte sie damals zu den mittelgroßen Kreditgenossenschaften im Kreis Siegen.

Netphener Spar- und Darlehnskassenverein

Netphener Spar- und Darlehnskassenverein (1884-1993)

Der Netphener Spar- und Darlehnskassenverein war am 12. Oktober 1884 auf maßgebliche Initiative des Netphener Dechanten Vollmer, der auch erster Vorsitzender des Spar- und Darlehnskassenvereins wurde, gegründet worden. Bei ihrer Gründung zählte die Kasse 75 Mitglieder, weitere kamen wegen der günstigen Geschäftsentwicklung bis zur Inflation hinzu. Die Konsolidierung dauerte bis in die 1930er Jahre und wurde rasch wieder durch Krieg und Nachkriegszeit beendet. Im Laufe der 1950er Jahre stiegen die Spareinlagen wieder an und die Nachfrage nach Krediten wuchs. Ende 1958 besaß statistisch jeder dritte Einwohner Netphens ein Sparkonto bei der Spar- und Darlehnskasse, die Summe der Einlagen betrug über zwei Millionen. Entsprechend dem gestiegenen Arbeitsaufkommen beschloss die Bank, aus dem 1927 bezogenen und 1953 umgebauten Gebäude auszuziehen und ein eigenes Bankgeschäft an der Ecke Bahnhofstraße/Amtsstraße zu eröffnen. Dieses wurde 1960 fertig gestellt. Die Kapazität reichte aber trotz Erweiterungsbauten 1969 und 1975 nicht aus, weshalb 1984 an der Ecke Talstraße/Amtsstraße ein Neubau errichtet wurde. Zudem verfügte die Volksbank Netphen seit 1971 bis zur Fusion über eine fahrbare Zweigstelle, die 21 Haltepunkte anfuhr. Zur Volksbank Netphen gehörte seit 1970 die bereits am 18. März 1884 gegründete Spar- und Darlehnskasse Irmgarteichen zu Werthenbach. Diese wiederum hatte 1963 die am 13. Dezember 1885 als Wilnsdorfer Spar- und Darlehnskassenverein zu Niederdielfen gegründete Spar- und Darlehnskasse Niederdielfen übernommen. Sie zählte gut 25 Jahre nach ihrer Gründung über 360 Mitglieder. 1954 war die Spar- und Darlehnskasse Niederdielfen mit 150 Mitgliedern und einer Bilanzsumme von 139000 DM die zahlenmäßig kleinste Kreditgenossenschaft im Kreis.

Hilchenbacher Spar- und Darlehnskassenverein eGmuH

Hilchenbacher Spar- und Darlehnskassenverein eGmuH (1899-1999)

Der am 11. Mai 1899 gegründete Hilchenbacher Spar- und Darlehnskassenverein war seitdem Mitglied des Verbandes ländlicher Genossenschaften der Provinz Westfalen in Münster und trat ebenfalls bei der Gründung der Ländlichen Centralkasse bei. Als Satzungszweck galten die Erleichterung der Geldanlage, die Förderung des Sparsinns sowie die Gewährung von Darlehen an die Genossen für ihren Wirtschaftsbetrieb. Die Bilanzsumme des ersten Jahresabschlusses im Jahr 1900 betrug 61800 Goldmark. 1921 wurde die Geschäftsstelle von Helberhausen nach Hilchenbach, Schützenstraße 6, verlegt; 1940 wurde das neue Domizil Gerberstraße 1 bezogen. 1956 erwarb die Bank das Wohngrundstück „Am Markt 1“, das nach Umbau zum Bankgebäude 1959 bezogen wurde.
Am 1. November 1977 wurde eine mobile Zweigstelle in Betrieb genommen, die mit der Fusion mit der Volksbank Siegen-Netphen eG im Jahr 2000 eingestellt wurde.

Spar- und Creditverein eGmbH, Neunkirchen

Spar- und Creditverein eGmbH, Neunkirchen (1902-2005)

Die Volksbank Süd-Siegerland geht auf den Spar- und Kreditverein eGmbH in Neunkirchen zurück, der Ende 1902 gegründet wurde und den Geschäftsbetrieb am 3. Januar 1903 aufnahm. Die Mitglieder kamen nicht nur aus Neunkirchen, sondern aus vielen Gemeinden des damaligen „Freien Grundes“. Für Kredite legte man einen Höchstbetrag von 5000,- Mark fest, für die Einzahlungen auf Sparkonten eine Summe von 3.000,- Mark. Auch hier verlief die Entwicklung bis zum Ersten Weltkrieg erfolgreich; die Bilanzsummen stiegen und 1914 zählte der Verein 249 Mitglieder.
In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg beschloss man am 2. Juni 1921 die Umfirmierung in „Freier Grunder Bank eGmbH“. Die Inflation verhinderte allerdings zunächst wirtschaftlichen Erfolg, erst 1924 setzte eine Aufwärtsentwicklung ein. In diesem Jahr wurde auch ein eigenes Grundstück und Gebäude erworben, in dem die Geschäftstätigkeit der Bank verlagert wurde. In den folgenden Jahren war eine positive Entwicklung zu verzeichnen, doch Anfang der 1930er Jahre erfolgte im Zuge der Weltwirtschaftskrise ein neuer Rückschlag, der nur durch die Unterstützung anderer Banken, wie der Landesgewerbebank für Südwestdeutschland – der damaligen Zentralkasse für das Kreditinstitut – und der Genossenschaftsabteilung der Dresdner Bank in Frankfurt bewältigt werden konnte. Nachdem der Verein zunächst dem genossenschaftlichen Verband Hessen-Mittelrhein angehörte, schloss er sich 1939 dem Westfälischen Genossenschaftsverband an. Im März 1942 wurde die Bank auf Beschluss der Generalversammlung in „Volksbank des Freien Grundes eGmbH“ umbenannt. Zu dieser Zeit befanden sich die Geschäftsräume im Haus Kölner Straße 162 in Neunkirchen.
Bald nach dem Neuanfang nach der Währungsreform erregte die Bank 1950 Aufsehen, als eine elektrische Reklame-Uhr am Bankgebäude angebracht wurde.
Für den Erfolg der Volksbank des Freien Grundes spricht auch die Expansion der Bank über die Grenzen der Großgemeinde Neunkirchen. 1959 wurde eine Filiale in Burbach gegründet. 1965 erfolgte die Verschmelzung mit der am 16. Juni 1903 gegründeten Spar- und Darlehnskasse Salchendorf ,  
1969 eröffnete man eine Geschäftsstelle in Wilnsdorf, 1971 in Siegen-Eisern. Die Umbenennung in Volksbank Süd-Siegerland im Jahr 1971 war eine Folge dieses Expansionsprozesses. Die Zahl der Mitglieder betrug in diesem Jahr 2183, die Zusammenarbeit mit dem gewerblichen Mittelstand und die Aufnahme weiterer Arbeitsgebiete führten dazu, dass ein neues Geschäftsgebäude notwendig wurde. Dieses wurde 1984 in Neunkirchen an der Kölner Straße 190 bezogen.
Seit 1991 zählte mit der Volksbank Holzhausen die älteste Kreditgenossenschaft des Siegerlandes zur Volksbank Süd-Siegerland. Ihre Gründung war bereits im Februar 1877 erfolgt. Die achtzig Gründungsmitglieder der Volksbank waren vor allem Landwirte und Kleingewerbetreibende. Um insbesondere Gewerbetreibende als Kunden zu gewinnen, wurde 1921 die Bank nach Beschluss der Generalversammlung in „Vereinsbank eGmbH“ umbenannt, ab 1942 firmierte sie unter „Volksbank Holzhausen eGmbH“. 1960 richtete sie eine Filiale in Niederdresselndorf ein, 1963 ein eigenes Gebäude in Holzhausen erbaut. Im Jubiläumsjahr 1977 betrug die Bilanzsumme etwa 10 Mio. DM, die Zahl der Mitglieder lag bei 490. Schon zu dieser Zeit waren Kooperationen mit anderen Genossenschaftsbanken angedacht, doch erst 1991 fusionierte die Bank mit der Volksbank Süd-Siegerland. In der Folgezeit fanden mehrere Umbauten und Modernisierungen des Standortes statt. So konnten neue Geschäftsräume in der Lützelner Straße bezogen werden. 2002 kamen von den gut 8700 Mitgliedern der Volksbank Süd-Siegerland eG gut 1600 aus dem Bereich der ehemaligen Volksbank Holzhausen.

Littfelder Spar- und Darlehnskassenverein

Littfelder Spar- und Darlehnskassenverein (1877 bis 2008)

So wie es im ganzen Reichsgebiet zur Gründung vieler vaterländischer Vereine kam, wurde auch in Littfeld bereits im Jahre 1872 ein Kriegerverein ins Leben gerufen, in dem sich viele Littfelder Bürger zur Pflege der Tradition und des Gemeinwohls zusammen fanden. Aus der sozialen Not der vielen Frühinvaliden und der Witwen und  Waisen wuchs immer mehr das Bedürfnis nach einer Selbsthilfeeinrichtung. Gleich bei der Gründung wurde eine Sterbe-
kasse mit angeschlossen, aus der sich dann nach einigen Jahren ein „Sparverein“ entwickel-
te. Diesen zunächst losen Zusammenschluss von Sparwilligen und bald auch Kreditbedürf-
tigen wandelte man 1877 um in einen selbständigen „Spar- und Kreditverein“, um so den Ideen Raiffeisens zu folgen. Dieser Änderungsbeschluss war entscheidend für die spätere Spar- und Darlehnskasse, so dass der 29.07.1877 als Gründungsdatum des Littfelder Spar- und Darlehnskassenvereins angesehen wird, wie es auch in den späteren Protokollen immer wieder erscheint.
Diese nun selbständige gemeinnützige Kasseneinrichtung diente dann auch ohne besondere Rechtsgrundlagen im Sinne der Gründer fünf Jahre lang dem Wohle der Allgemeinheit, bis dann mit größerer Inanspruchnahme auch eine rechtlich gefestigte Geschäftsordnung erfor-
derlich wurde. Im Jahre 1883 wurde dann aus dem Spar- und Kreditverein eine amtlich bestätigte Institution mit Statuten und Vorstand und Verwaltungsrat und Generalversamm-
lung sowie einem gewählten Rendanten.
Gegenstand des Unternehmens waren der Betrieb einer Spar- und Darlehnskasse zur Pflege des Geld- und Kreditverkehrs sowie zur Förderung des Sparsinns.
Die erste Bilanz aus einem Protokollbuch der Generalversammlung stammt vom 25. Sep-
tember 1883 (Aktiva 2.485,81 Mark, Passiva 2.647,89 Mark, Überschuss 97,92 Mark).
Im Jahre 1895 wurde von der Generalversammlung der Anschluss an die Centralkasse der ländlichen Genossenschaften beschlossen.
Auf der Generalversammlung vom 20.03.1948 wurde der Firmenname unter Weglassung des Wortes „Verein“ geändert in „Spar- und Darlehnskasse eGmuH Littfeld“, Bei der am 22.06.1952 stattgefundenen Generalversammlung wurde erneut eine Firmenänderung mit der neuen Bezeichnung „Spar- und Darlehnskasse Littfeld eGmbH“ beschlossen.
Die Zweigstelle in Krombach wurde am 20.04.1959 eröffnet. Im Jahr 2004 wurde sie in eine SB-Filiale umfunktioniert.
Im Jahre 1960 erfolgte der Einzug in das neu erstellte Bankgebäude in Littfeld. Nach mehr-
maligen Umbauten in den Folgejahren und zuletzt nach der Fusion mit der Volksbank Sie-
gerland entspricht die Geschäftsstelle Littfeld mit ihrem ansprechenden Erscheinungsbild allen Anforderungen an eine moderne, kundenfreundliche Bank.
Am 09.11.1973 wurde in der Generalversammlung der Beschluss über die Firmenänderung in „Volksbank Littfeld eG“ gefasst.
Die Eröffnung der Zweigstelle Eichen erfolgte im Jahre 1993. Nach der Verschmelzung mit der Volksbank Siegerland wurde das Gebäude in 2009 verkauft und die Geschäftsstellen-
räume angemietet.