Zukünftig größte Volksbank in Südwestfalen

Vertreter in Siegen und Lüdenscheid sagen „Ja“ zur Fusion

Siegen, 30. Mai 2018. Aufsichtsratsvorsitzender Jochen Billich begrüßte 216 Vertreter und weitere Gäste zur ordentlichen Vertreterversammlung im Leonhard-Gläser-Saal des Kongresszentrums Siegerlandhalle. Der Vorstand der Volksbank Siegerland eG berichtete über das zurückliegende Geschäftsjahr 2017 und über den Jahresabschluss sowie den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017. Mit großer Spannung erwartet wurde von allen Beteiligten jedoch die Beratung und Beschlussfassung über die Verschmelzung mit der Volksbank im Märkischen Kreis eG.

Fusionsbeschluss - Volksbank Siegerland eG

99,53 Prozent der stimmberechtigten Vertreter/innen der Volksbank Siegerland eG haben am Montagabend bei ihrer Vertreterversammlung im Kongresszentrum Siegerlandhalle der Fusion mit der Volksbank im Märkischen Kreis eG zugestimmt. Einen Tag später fand ebenfalls eine entsprechende Vertreterversammlung bei der Volksbank im Märkischen Kreis statt. Hier gaben 99,2 Prozent der Vertreter/innen grünes Licht für die Verschmelzung. Aufgrund der überwältigend positiven Beschlussfassung können beide Häuser nun rückwirkend zum 1. Januar 2018 als „Volksbank in Südwestfalen eG“ ein gemeinsames Institut bilden. „Wir freuen uns, dass die Vertreter/innen in beiden Häusern unsere Arbeit der vergangenen Monate mit einem positiven Votum gewürdigt haben. Jetzt heißt es, die juristische sowie technische Fusion auf den Weg zu bringen – gleichermaßen zum Wohle der Kunden als auch der Bank“, so Vorstandssprecher Norbert Kaufmann.

Norbert Kaufmann - Volksbank Siegerland eG

Das Geschäftsgebiet der fusionierten Bank reicht dann von Burbach im Süden bis Balve im Norden und von Hilchenbach im Osten bis Halver im Westen – ausgenommen Kreis Olpe. Um die Belange der zukünftig über 72.800 Mitglieder und 162.000 Kunden kümmern sich mehr als 650 Mitarbeiter. „Die Volksbank in Südwestfalen ist damit die größte Volksbank in der Region Südwestfalen. Ein wesentlicher Effekt ist, dass durch die so gebündelten Kräfte die Leistungen für die Kundinnen und Kunden zukünftig noch besser gestaltet werden können“, so Kaufmann. Denn gerade im Bereich des Mittelstandes würden die Kunden immer größer. Folglich würden auch immer mehr Kredite abgefordert. Hier gelte die Faustregel: je größer die Bank, desto höher ist die Kreditgrenze. Kaufmann: „Durch die Fusion zur Volksbank in Südwestfalen können zukünftig auch solche Geschäfte aus der eigenen Bilanz dargestellt und der Ertrag in der Region belassen werden.“ Zeichne sich die Volksbank doch besonders darin aus, die genossenschaftlichen Werte – Mitgliederverpflichtung, Partnerschaftlichkeit, Transparenz, Solidarität und Bodenständigkeit – jeden Tag zu leben. Auch nach der Fusion sollen daher die Nähe zu den Kunden, die Qualität der Beratung sowie die Förderung gerade auch von mittelständischen Unternehmen in der fortan ausgedehnten Region unverändert bestehen bleiben. „Dies drücken wir auch mit unserem neuen Slogan ‚Genossenschaftliches Banking der Volksbank in Südwestfalen eG‘ offensiv aus“, unterstrich Kaufmann.

Jens Brinkmann - Volksbank Siegerland eG

Sämtliche Mitarbeiter wechseln automatisch in die Volksbank in Südwestfalen eG. „Es wird zu keinen fusionsbedingten Kündigungen kommen“, betonte Vorstandssprecher Kaufmann und ergänzte: „Unsere fachkundigen Ansprechpartner vor Ort bleiben auch in Zukunft für unsere Kunden erhalten.“ Ebenso werde das in beiden Häusern beliebte Spenden- und Sponsoring-Programm auch in dem fusionierten Institut wie gewohnt bestehen bleiben.

Geführt wird das neue Haus von den vier bisherigen Vorständen: Karl-Michael Dommes (wohnhaft in Plettenberg), Roland Krebs (wohnhaft in Lüdenscheid), Norbert Kaufmann (wohnhaft in Kirchhundem) sowie Jens Brinkmann (wohnhaft in Siegen).

Die Sondierungsgespräche zwischen den Aufsichtsräten und Vorständen der übernehmenden Volksbank im Märkischen Kreis eG und der Volksbank Siegerland eG als übergebendes Institut begannen im Spätsommer des vergangenen Jahres. „Die letzten Monate haben uns in der Vorbereitung stark gefordert. Hier mussten wir echte Sprinter-Qualitäten beweisen“, so Vorstand Jens Brinkmann. Denn in nicht weniger als 260 Projekten habe man in nur acht Monaten den Zusammenschluss vorbereiten müssen. „Ein zeitweise ziemlich schweißtreibendes Unterfangen.“

Im Rahmen der Vertreterversammlung der Volksbank Siegerland eG wurden sieben Vertreter/innen in den Aufsichtsrat der Volksbank in Südwestfalen eG gewählt. Dies sind: Jochen Billich, Kai Dörnbach, Prof. Dr.-Ing. Sven Keller, Klaus-Peter Kraft, Klaus Peter Zahn, Heinrich Gräbener und Melanie Regina Klein. Die neuen Aufsichtsräte werden mit Eintritt der juristischen Fusion Anfang Juli ihre Arbeit aufnehmen. Die technische Fusion erfolgt Mitte Juli. „Die Kundinnen und Kunden der Volksbank Siegerland eG erhalten mit Eintritt in die Volksbank in Südwestfalen eG eine neue IBAN. Alle Urlaubsfahrer möchte ich an dieser Stelle jedoch beruhigen. Sämtliche Karten können auch weiterhin wie gewohnt genutzt werden“, klärt Norbert Kaufmann. Einschränkungen gebe es lediglich am Fusionswochenende. Aus technischen Gründen müssen die Filialen am Freitag, dem 13. bis Sonntag, dem 15. Juli geschlossen bleiben.

Die Bilanzsumme beträgt im fusionierten Institut rund 3,5 Mrd. Euro bei einem Kundengeschäftsvolumen von 6,5 Mrd. Euro. Zukünftig umfasst die Volksbank in Südwestfalen eG 39 Filialen und 41 SB-Standorte.

Aufsichtsrat - Volksbank Siegerland eG
Vorstand und Aufsichtsratsvertreter - Volksbank in Südwestfalen.de
Vorstand Jens Brinkmann, Co-Sprecher Karl-Michael Dommes, Aufsichtsrat Jochen Billich, Aufsichtsrat Uwe Hell, Co-Sprecher Norbert Kaufmann, Vorstand Roland Krebs

Vorstandssprecher Norbert Kaufmann informierte in der Vertreterversammlung ebenfalls über das vergangene Geschäftsjahr 2017. Auch wenn die Rahmenbedingungen für die Volksbank Siegerland eG durch die anhaltende Niedrigzinspolitik alles andere als günstig waren, konnte auch in 2017 wieder ein erfreuliches Ergebnis erzielt werden. So stieg die Bilanzsumme von 1,3 Mrd. Euro im Jahr 2016 auf 1,4 Mrd. Euro in 2017. Das Kundenkreditvolumen erzielte ein Plus von 34 Mio. Euro und das Kundenanlagevolumen ein Plus von 91 Mio. Euro. Ebenfalls positiv zu erwähnen sei, dass der Aufwand von 30,2 Mio. in 2016 auf 27,4 Mio. Euro in 2017 gesunken ist. Das Eigenkapital der Volksbank Siegerland eG konnte um 3,6 Prozent gesteigert werden (von 115,0 Mio. Euro in 2016 auf 119,2 Mio. Euro in 2017).
Abschließend bleibt festzuhalten, dass, angesichts eines auch auf unabsehbare Zeit andauernden niedrigen Zinsniveaus, der stetig anwachsenden regulatorischen Anforderungen und der alles durchdringenden Digitalisierung, eine größere Volksbank effizienter und noch kundenorientierter agieren kann.

Eckdaten zur neuen Volksbank in Südwestfalen eG:

  • Rund 72.800 Mitglieder (Volksbank Siegerland: 34.300)
  • Rund 162.000 Kunden ( Volksbank Siegerland: 75.000)
  • Mehr als 650 Mitarbeiter (Volksbank Siegerland: 273)
  • 39 Filialen und 41 SB-Standorte (Volksbank Siegerland 21 Filialen, 13 SB-Standorte)
  • Juristisch aufnehmende Bank ist die Volksbank im Märkischen Kreis eG
  • Juristischer Sitz wird Siegen sein – Technisch aufnehmende Bank ist die Volksbank im Märkischen Kreis eG

Hinweise zur Umstellung für Kunden der Volksbank Siegerland eG:

  • Kundinnen und Kunden der Volksbank Siegerland eG erhalten eine neue IBAN. Urlauber können auch über das Fusionswochenende (13. bis 15. Juli) hinaus ihre Karten wie gewohnt nutzen
  • am Fusionswochenende – 13. bis 15. Juli – bleiben die Filialen aus technischen Gründen geschlossen
  • Mitglieder sowie Kundinnen und Kunden werden noch gesondert über die Umstellung informiert