Volksbankvorstand entscheidet über Wegfall von Überziehungszinsen

Volksbank Siegerland eG investiert in die guten Kundenbeziehungen

Siegen, 23.06.2014 Was vor Jahren noch undenkbar war, wird zum 01. Juli 2014 Realität. Die Vorstände der Volksbank Siegerland eG entschieden in jüngster Vorstandssitzung darüber, Privatkunden von zusätzlichen Zinsen zu befreien.

Volksbankvorstand streicht Überziehungszinsen.

Mit dem Wegfall des Zinsaufschlages bei Überziehungen entspricht der Überziehungszins ab Juli dem normalen Zins für Dispositionskredite. Der „Dispokredit“ wird Bankkunden in der Regel abhängig von ihren Einkommens- und Vermögensverhältnissen eingeräumt. Bei der Volksbank Siegerland eG beträgt er bis zu drei Monatsnettoeinkommen. Er ist individuell je nach Kundenwunsch und –bonität anpassbar. Wer darüber hinaus ins Minus geht, muss bei vielen deutschen Kreditinstituten zusätzlich noch einen Zinsaufschlag zahlen. Diese Überziehungszinsen haben nach Aussage von Bankvorstand Jens Brinkmann durchaus ihre Berechtigung, denn „nicht abgestimmte und nicht abgesprochene Überziehungen verursachen in den Bankprozessen einen erhöhten Aufwand, der auch durch die Überziehungszinsen nur teilweise gedeckt werden kann.“

Und trotzdem verzichten die Bankvorstände Kaufmann und Brinkmann künftig auf diese Zinseinnahmen. „Als regionale Volksbank unterliegt die Siegerländer Genossenschaftsbank eben nicht der Gewinnmaximierungsabsicht des Wettbewerbs. Natürlich müssen wir betriebswirtschaftlich bestehen können“, erläutert Volksbankvorstand Norbert Kaufmann die Entscheidung. „Dennoch sehen wir hier den Wegfall von etwa fünfstelligen Zinseinkünften als eine langfristige Investition in das Vertrauen unserer Kunden und die Kundenzufriedenheit.“