Vertreterversammlung 2014

Versammlung stimmte Dividendenzahlung in Höhe von 608.533,83 Euro zu

  • Vorstandssprecher berichtete auf Vertreterversammlung über Herausforderungen der Zukunft

  • 301 Vertreterinnen und Vertreter der heimischen Genossenschaftsbank entlasteten Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig

Siegen, 11.06.2014 Der Leonhard-Gläser-Saal des Kongresszentrums Siegerlandhalle platzte am Mittwoch Abend fast aus allen Nähten. Die Volksbank Siegerland eG hatte zur jährlichen Vertreterversammlung geladen. Das höchste Entscheidungsgremium der Genossenschaftsbank hatte über wichtige Punkte zu entscheiden. Die hohe Anzahl der Vertreterinnen, Vertreter und Gäste ließen Versammlungsleiter und Aufsichtsratsvorsitzenden Jochen Billich staunen: „So viele Besucher der Versammlung hatten wir - soweit ich zurückdenken kann - noch nie! Und ich kann auf eine Zeit im Aufsichtsrat bis 1998 zurückdenken!“ Für ihn und seine Kollegin und Kollegen im Aufsichtsrat der Volksbank Siegerland eG ein deutliches Zeichen für die Aktualität und die Moderne des Genossenschaftsgedankens.

Nach ausführlicher Begrüßung und Vorstellung des Versammlungsablaufs leitete Billich an das Vorstandsmitglied Jens Brinkmann über, der die Vertreter und Gäste der Bank über die Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen in Kenntnis setzte. Ein insgesamt zufriedenstellendes Ergebnis mit Wachstumszahlen, die im Rahmen der Planung lagen. Die Bilanzsumme stieg um 4 % auf 1,22 Mrd. Euro. Zeitgleich verwies er darauf, dass für ihn und seinen Vorstandskollegen Norbert Kaufmann das Kundengeschäftsvolumen, das zum Bilanzstichtag mit Mitgliedern und Kunden abgeschlossen war, die eigentliche Größe der regional verwurzelten Genossenschaftsbank widerspiegelt. Diese Summe von 2,544 Mrd. Euro teilte sich 2013 auf in 1,02 Mrd. Euro Kreditvolumen und in Geldanlagen in Höhe von 1,525 Mrd. Euro auf. Brinkmann erläuterte ebenfalls, dass die Einlagenseite mit rund 71 Mio. erneut stärker gewachsen war als das Kreditvolumen.

„Als genossenschaftliches Bankinstitut jedoch sind wir nicht an der Gewinnmaximierung orientiert, als Bank müssen wir aber natürlich betriebswirtschaftlich handeln, um die Leistungsfähigkeit des Unternehmens dauerhaft zu sichern“, kommentierte Jens Brinkmann den leichten Ergebnisanstieg in 2013. Mit Nennung der gestiegenen Eigenkapitalquote von 14,6% unterstrich Brinkmann seine Aussage vom soliden und robusten Fundament der im dem Siegerland eng verwurzelten Volksbank.

Vorstandssprecher Norbert Kaufmann erläuterte den anwesenden Mitgliedervertretern die Rahmenbedingungen des Geschäftsjahres 2013. Mit deutlich kritischen Worten ging er auch auf die aktuelle Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ein.

In seinem Vortrag beantwortete Norbert Kaufmann zudem Fragen der Vertreterinnen und Vertreter, die bereits im Vorfeld der Veranstaltung an den Vorstand der Bank gerichtet wurden. So wurden Fragen nach der Positionierung des Unternehmens unter ethisch-nachhaltigen Gesichtspunkten aufgeworfen. Kaufmann bestätigte die Berücksichtigung dieser nachhaltigen Grundsätze sowie in der Anlage- als auch in der Beratungsstrategie der Bank.

In Kaufmanns Darlegungen zum Geschäftsumfeld ging er ebenfalls auf die demografischen Entwicklungen des Siegerlandes ein. „Wenn man sich vor Augen hält, dass bis 2030 ein Bevölkerungsrückgang von 11,5 % erwartet wird – und das passiert nicht mit einem Schlag – so muss man sich vorstellen, dass eine Stadt in der Größe von Kreuztal dann keine Einwohner mehr hat.“

Kaufmann erläuterte vor diesem Hintergrund, dass es eine tägliche Managementaufgabe sei, diese Rahmenbedingungen zu berücksichtigen und dabei auch die strategische Ausrichtung des Institutes zu überprüfen. Dabei hob er heraus, dass die Grundstrategien der Bank, nämlich Wachstum, Qualität in Service und Beratung, Bedarfsorientierung in der Beratung, Kostenbewusstsein und Mitgliederorientierung, grundsätzlich nicht in Frage gestellt würden.

Nach den Vorstandsberichten zum abgelaufenen Geschäftsjahr und der Darstellung der Herausforderungen der Zukunft führte Aufsichtsratsvorsitzender Jochen Billich weiter durch die Versammlung. In den Abstimmungen bestätigten die Versammlungsteilnehmer einstimmig die Vorgehensweisen von Aufsichtsrat und Vorstand und erteilten beiden Gremien die Entlastung. Auch einer Dividendenzahlung an die Mitglieder der Genossenschaftsbank in Höhe von 608.533,83 Euro (5%) stimmten die Vertreterinnen und Vertreter zu. Nach satzungsgemäßem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat standen Jörg Becker, Klaus Busch und Klaus Peter Zahn zur Wiederwahl zur Verfügung. Alle Aufsichtsratsmitglieder wurden von der Versammlung einstimmig wiedergewählt.

In seinen Schlussworten bedankte sich Jochen Billich bei dem Projektkurs Musik der Jahrgangsstufe Q1 des Kooperationspartners Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium für die musikalische Untermalung der Vertreterversammlung 2014.