Aktienmarkt „manisch-depressiv“?

Siegen, 29.01.2016 Das Zinsniveau liegt aktuell nahe der Null-Grenze und teilweise  darunter. „Auch defensiv eingestellte Anleger im Siegerland suchten 2015 und suchen auch 2016 nach Anlagealternativen“, so Vorstandssprecher Norbert Kaufmann. Nach einem weiteren zu erwartenden kleinen US-Zinsschritt im März diesen Jahres sei aufgrund der in der Jahresmitte weiter absinkenden US-Inflationsrate eine Zinspause wahrscheinlich. Die EZB
hingegen wird wohl das komplette Jahr 2016, bedingt durch geopolitische Risiken, den Ölpreisverfall und chinesischer Konjunktursorgen, am Niedrigstzinsniveau festhalten.

Wie Kaufmann weiter im Rahmen der Jahrespressekonferenz erläuterte, bleiben die  Anlagealternativen daher auch 2016 rar gesät. „In einem gut diversifizierten Portfolio bleibt die Beimischung von Aktien oder Investmentfonds mit Aktienanteilen Trumpf“, so Kaufmann weiter. Insbesondere da die Aktienmärkte zu Übertreibungen neigen und derzeit eher wieder in einer übertriebenen „depressiven Phase“ verweilen. Nach Einschätzung des  genossenschaftlichen Spitzeninstituts, der DZ Bank Frankfurt, seien die kommenden Wochen noch von erhöhter Volatilität gekennzeichnet und stellen eine gute Einstiegsmöglichkeit dar, da das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für die in 2016 zu erwartenden Gewinne bereits jetzt mit einem KGV-Wert von 12,1 als recht günstig zu bezeichnen sei.

„Doch während in der Vergangenheit viele Aktien- und Renteninvestments von der allgemeinen Kapitalmarktentwicklung profitierten, sind in der Zukunft intelligente neue Geldanlagen  erfolgversprechend. So bieten z.B. Absolut-Return-Strategien-Strategien ein attraktives  Renditepotenzial“, so Kaufmann abschließend.